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03.03.2021 - 07:45

BVIFONDS: Bitcoin: Was Anleger bei Gewinnen mit Kryptowährungen beachten sollten

Bitcoin gehört neben der Tesla-Aktie zu den großen Gewinnern an der Börse in
den vergangenen Monaten. Seit Dezember hat sich der Kurs der
Digitalwährung auf mehr als 50.000 Dollar verdreifacht. Zusätzliche
Aufmerksamkeit erregte der Einstieg von Zahlungsdienstleister Paypal und
mehreren Großinvestoren in das Geschäft mit dem Bitcoin. Viele Anleger sehen
in den Kryptowährungen eine Alternative zu Aktien, Anleihen oder Gold. So
verlockend die Kursgewinne auch sind, bergen sie wegen der erratischen
Kursbewegungen nicht unerhebliche Risiken. Wer in Bitcoin & Co. spekulieren
will, kann sich nicht an den bisher bekannten Bewertungskriterien wie
beispielsweise dem Kurs-Gewinn-Verhältnis oder dem Buchwert für Aktien
orientieren. Darauf weist die Aktion "Finanzwissen für alle" der
Fondsgesellschaften hin. Deswegen warnen die europäische Finanzaufseher wie zuletzt die deutsche
BaFin eindringlich vor den Gefahren. Wer in die digitalen Währungen investiere,
müsse sich im Klaren darüber sein, dass er einen großen Teil, wenn nicht gar
die gesamte Summe verlieren könne. Im Falle von Diebstählen durch Hacker
oder der Pleite einer Kryptobörse gebe es außerdem keinerlei Anlegerschutz
nach EU-Recht. Anders als bei regulierten Finanzprodukten wie beispielsweise Fonds führen die
Banken bei Anlagen mit den Digitalwährungen Abgeltungsteuer ab oder
verrechnen gegebenenfalls Gewinne mit Verlusten. Gewinne aus der
Spekulation mit digitalen Devisen sind auch nicht mehr steuerfrei. Verkauft der
Anleger etwa Bitcoins innerhalb eines Jahres nach dem Kauf mit Gewinn,
werden diese von den Finanzbehörden als "private Veräußerungsgewinne"
bewertet, die dem regulären Einkommenssteuersatz unterliegen. Eine
Verlustverrechnung ist nur mit anderen "privaten Veräußerungsgewinnen"
möglich. Lediglich Gewinne unterhalb einer Freigrenze von 600 Euro sind für
den Anleger im Rahmen privater Veräußerungsgeschäfte steuerfrei. Übersteigt
der Gewinn diese Grenze, ist jedoch der gesamte Gewinn steuerpflichtig. Beim
Sparer-Pauschbetrag der dem Anleger bei Kapitalanlagen wie Aktien oder auch
Fonds zusteht, ist dies anders. Jeder Privatanleger darf von seinen Einkünften
aus Kapitalvermögen bis zu 801 Euro steuerfrei behalten. Einem Ehepaar, das
sich zusammen veranlagen lässt, stehen sogar 1.602 Euro zu. Nur die diesen
Freibetrag übersteigenden Einkünfte sind steuerpflichtig und unterliegen der
Abgeltungsteuer. Die Bank, die die Kapitalerträge für gewöhnlich auszahlt, kann
den Sparer-Pauschbetrag berücksichtigen, wenn ihr ein Freistellungsantrag
vorliegt. ---------------------------------------------------------------------------------------------
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