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10.02.2021 - 09:38

BVIFONDS: Goldene Regeln für die Geldanlage

Die meisten Menschen beschäftigen sich nicht gerne mit Finanzfragen, denn
Themen wie Zinsen, Aktienmarkt oder Anleihen klingen komplex. Das meiste
Geld landet daher auf Girokonten und Sparbüchern, obwohl es dort schon
lange so gut wie keine Zinsen mehr gibt. Viele, vor allem ältere Sparer,
hofften
immer noch auf bessere Zeiten mit steigenden Zinsen. Die schlechte Nachricht:
Ein spürbarer Zinsanstieg ist nicht in Sicht. Parallel lag in der Eurozone die
Inflation im Januar dieses Jahres bei 0,9 Prozent. Damit verlieren die
Ersparnisse auf Sparbüchern oder Tagesgeldkonten stetig an Wert. Die
Deutschen sparen sich also ärmer, so die Aktion "Finanzwissen für alle" der im
BVI organisierten Fondsgesellschaften. Das muss der Anleger allerdings nicht hinnehmen. Es gibt andere und oft auch
bessere Sparmöglichkeiten als das Sparbuch. Bei diesen Geldanlagen sollten
Sparer allerdings drei Grundregeln beachten: In einem ersten Schritt sollten
sich die Anleger zunächst über ihr Sparziel, die geplante Anlagedauer und ihre
persönliche Risikoakzeptanz klar werden, bevor sie sich für eine Anlage
entscheiden. Die Geldanlagen müssen zu den individuellen Zielen passen.
Denn die verschiedenen Sparmöglichkeiten unterscheiden sich hinsichtlich
Sicherheit, Handelbarkeit und Rendite. Höhere Renditen sind nur realistisch,
wenn Sparer einen längeren Zeithorizont und zwischenzeitliche
Wertschwankungen akzeptieren. Wer beispielsweise langfristig denkt und
Wertschwankungen verkraftet, für denjenigen könnten Aktienfonds interessant
sein. Sparer, die dagegen risikoscheuer sind, benötigen wertstabilere Anlagen.
Zusammen mit einem Anlageberater kann der Sparer entsprechend seiner
Risikobereitschaft eine für ihn geeignete Quote von Anlagen festlegen. Die zweite Regel betrifft die Anlagedauer. Je früher der Anleger beginnt zu
sparen, um so positiver wirkt sich der sogenannte Zinseszinseffekt aus. Ein
Beispiel: Aus 10.000 Euro werden bei jährlich durchschnittlich vier Prozent
Rendite nach 20 Jahren mehr als 21.900 Euro und nach 40 Jahren bereits rund
48.000 Euro. Es werden also Erträge angesammelt, die sich immer und immer
wieder verzinsen. Neben dem Zeitfaktor ist auch die Höhe der Rendite für den
Anlageerfolg entscheidend. Kleine Unterschiede wirken auch hier über längere
Laufzeiten enorm. Daher ist es besonders für jüngere Sparer sinnvoll, in
riskantere und damit höher rentierliche Anlagen wie Aktienfonds zu investieren.
Jüngere Sparer haben mehr Zeit, das Geld am Kapitalmarkt für sich arbeiten zu
lassen. Zwischenzeitliche Rückschläge an den Märkten können sie besser
aussitzen als etwa Rentner, die mit ihren Ersparnissen ihren Lebensabend
gestalten wollen. Die dritte Regel, die Anleger stets beachten sollten, ist: "Lege nicht alle
Eier in
einen Korb." Schon Wirtschaftsnobelpreisträger Harry M. Markowitz plädierte
mit dieser Regel auf eine breite Verteilung des Vermögens auf mehrere
Anlageklassen oder Wertpapiere. Dabei hat sich in einem ersten Schritt die
Faustformel ein Drittel Aktien, ein Drittel Anleihen und ein Drittel Immobilien
bewährt. Welche Mischung es genau wird, hängt natürlich von den persönlichen
Zielen, der eigenen Risikobereitschaft und Lebenssituation ab. Um ihre
Ersparnisse wirkungsvoll zu schützen, sollten Sparer außerdem nicht nur auf
eine Region, z. B. Deutschland, setzen, sondern ihr Geld idealerweise weltweit
über verschiedene Anlageklassen streuen. Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI hier
(https://www.bvi.de/fondswissen/finanzbildung/). Diese Meldung ist Teil der Serie "Finanzwissen für alle". --------------------------------------------------------------------------------------------- Folgen Sie uns auf LinkedIn:
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