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03.02.2021 - 11:55

BVIFONDS: Fondssparen statt Sparbuch

Die Deutschen haben im Jahr 2020 so viel gespart wie nie zuvor. Die Angst vor
Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit und geringere Ausgaben während der
Lockdown-Phase trieb die Sparquote auf ein neues Rekordhoch von rund 17
Prozent. Nach Schätzungen von Comdirect legten die Bürger im vergangenen
Jahr insgesamt zusätzliche 133 Milliarden Euro in Spareinlagen wie
Sparbücher, Terminanlagen zurück oder ließen sie einfach auf dem Girokonto.
Die Spareinlagen deutscher Privathaushalte stiegen erstmals in der Geschichte
der Bundesrepublik insgesamt über 2,5 Billionen Euro. Noch immer vertrauen viele Bürger auf die vermeintliche Sicherheit von
Zinsprodukten. Tatsächlich haben aber deutsche Sparer im vergangenen Jahr
im Schnitt 111 Euro verloren. Insgesamt erlitten sie im Jahr 2020 nach
Berechnungen von Comdirect einen Verlust von 9,2 Milliarden Euro durch
Geldeinlagen, die niedrige Zinsen abwerfen. Der Grund für die Entwicklung
waren die Sparzinsen, die unterhalb der Inflationsrate lagen. Der sogenannte
Realzins lag im abgelaufenen Jahr bei minus 0,39 Prozent. Das Ersparte wird
also weniger wert. Um die Ersparnisse vor einem Geldverlust zu schützen, sind
in der aktuellen Niedrigzinsphase Anlagen in Wertpapieren notwendig, so die
Aktion "Finanzwissen für alle" der im BVI organisierten Fondsgesellschaften. Im Gegensatz zu niedrig verzinsten Anlagen wie Tagesgeldkonten,
Sparbüchern oder Rentenpapieren können beispielsweise Qualitätsaktien von
Unternehmen mit stabilen Geschäftsmodellen sowie attraktiven Dividenden in
Zeiten von Niedrigzinsen vor einem Geldwertverlust schützen. Aktionäre und
auch Anleger in Aktienfonds profitieren vom Wachstum der Unternehmen. Die
Dividendenzahlungen beteiligen Anleger zusätzlich am Unternehmenserfolg. Der Sparer ist gut beraten, sein Geld möglichst lange für sich arbeiten zu
lassen. Für einen langfristigen Vermögensaufbau mit Aktien ist der richtige
Einstiegszeitpunkt daher nicht entscheidend: Es ist für Sparer sinnvoller, über
alle Marktzyklen hinweg investiert zu sein. Beim Vermögensaufbau ist
Ausdauer also wichtiger als der Zeitpunkt. Wer das Risiko einer Direktanlage in Aktien scheut, kann über einen Sparplan
in aktiv verwaltete Aktienfonds oder Aktien-ETFs investieren. Fonds eignen sich
grundsätzlich für jedes Budget. Bereits ab 25 Euro monatlich lässt sich ein
Fondssparplan abschließen. Fondssparpläne sind sehr flexibel. Die Raten
lassen sich beliebig und kostenlos erhöhen, reduzieren oder wenn nötig, für
einen bestimmten Zeitraum aussetzen. Bei der Wahl, ob der Sparer lieber
offensiver oder sicherheitsorientierter anlegen möchte, kann ihm ein
Anlageberater helfen. Er kann entsprechend seiner Risikobereitschaft und
seinem Budget einen für ihn geeigneten Anteil von Aktien und Aktienfonds am
Portfolio festlegen. Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI hier
(https://www.bvi.de/fondswissen/finanzbildung/). Diese Meldung ist Teil der Serie "Finanzwissen für alle". ---------------------------------------------------------------------------------------------
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