Drucken
vwd group

12.06.2017 - 08:30

Garantiefonds in der Misere - eine Chance für Wertsicherungsfonds



Nullzins, Inflation, Volatilität und Strafgebüren auf Spareinlagen - das sind die vier Apokalyptischen Reiter deutscher Sparer! Wer bisher auf risikolosen Zins oder Garantien beim Fondsparen setzte, muss sich nun nach Alternativen umschauen. Denn ganz ohne Risiko ist eine auskömmliche Rendite kaum noch zu erwirtschaften.



Quo vadis Garantie



Doch auch für die Fondsindustrie haben anhaltend niedrige bzw. negative Zinsen erhebliche Konsequenzen. Mit am stärksten vom Leben in der Zinswüste sind Garantiefonds betroffen. Diese haben bisher dem Anleger meistens zum Ende ihrer festgesetzten Vertragslaufzeit mindestens den Erhalt des eingezahlten Kapitals versprochen. Dies gelingt ihnen in der Regel dadurch, dass sie einen Großteil des eingezahlten Kapitals in sichere, mit einem stetigen Ertrag ausgestattete, Rententitel anlegen. Damit soll zunächst die Garantie gewährleistet werden. Der Rest des Kapitals fließt wiederum in risikoreiche Anlageklassen, zumeist in globale Aktienwerte. Damit wird dem Anleger zusätzlich zur Garantie die Möglichkeit gegeben, an der Performance globaler Aktienmärkte partizipieren zu können. Je niedriger jedoch der sichere Ertrag der Rententitel ist, desto weniger Spielraum gibt es für risikoreichere Anlagen. Wenn vor der Finanzkrise 2008 rund 20 Prozent eines neuen Garantiefonds oder mehr in Aktien angelegt werden konnten, sind es im aktuellen Niedrigzinsumfeld erheblich weniger. Dementsprechend geringer ist auch die mögliche Zusatzrendite für das angelegte Gesamtkapital.



Denn nur so kann bei dem niedrigen Zinsumfeld noch die Garantie gewährleistet werden. Damit fehlt allerdings das Kapital für ein potentiell renditestärkeres Aktieninvestment. Als Resultat dessen kam es in letzter Zeit vermehrt zu Liquidierungen bestehender Garantiefonds. Zudem werden immer weniger neue Garantiefonds aufgelegt. 2015 waren es noch acht neue Garantiefonds. Ein Jahr später kamen nur noch fünf hinzu. Bisher wurden 2017 bisher lediglich zwei neue Garantiefonds aufgelegt. Es sieht danach aus, dass diese Anlagegattung langsam aber sicher in diesem Zinsumfeld ausstirbt.



Wertsicherung - eine Alternative



Um den Anleger trotzdem eine gewisse Sicherheit bei der Fondsanlage zuzusichern, bieten sich als Alternative Fonds mit Wertsicherungskomponente an. Für diese sogenannten Wertsicherungsfonds existieren in der Regel keine Laufzeitbegrenzungen und daher auch keine festen Rückzahlungsgarantien. Stattdessen begrenzen diese Fonds ihren maximalen Verlust pro Kalenderjahr auf einen vorher festgelegten Wert. Im Gegensatz zu Garantiefonds handelt es sich bei diesen Verlustbegrenzungen jedoch nicht um Garantien, sondern lediglich um Absichtserklärungen der Fondsgesellschaften. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick darauf, wie die Sicherung von statten geht. Denn die Unterschiede können erheblich sein.



Bei Wertsicherungsfonds unterscheidet man zwischen Fonds mit einer statischen und einer dynamischen Wertsicherungskomponente. Unter Fonds mit statischer Wertsicherungskomponente versteht man solche, die versuchen die festgelegte Verlustgrenze im Kalenderjahr nicht zu unterschreiten.

Bei dynamischen Wertsicherungsfonds hingegen wird die Verlustgrenze unterjährig nach oben angepasst, wenn der Fonds eine vorher definierte Gewinnschwelle übersteigt. Damit werden erzielte Erträge innerhalb eines Kalenderjahres unter den Schutzschirm der Wertsicherung gestellt.



Doch wie sicher ist die Wertuntergrenze wirklich?



Zur Kategorie der dynamischen Wertsicherungsfonds gehören auch die Fonds der Frankfurter Investmentboutique Veritas Investment. Die drei Fonds Veri Multi Asset Allocation (R) (DE0009763235), der Veri ETF-Allocation Defensive (R) (DE0005561666) und der Veri-Safe (DE000A114530) setzen zur Begrenzung der Verluste auf das Kelly-Kriterium, implementiert im hauseigenen Risikomanagementmodell Risk@Work. Anhand dieses Ansatzes werden für jeden der wertgesicherten Fonds Verlustobergrenzen definiert, die mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:1 Millionen nicht überschritten werden. Dieses, für die Fondsbranche einmalige Sicherheitsniveau entspricht dem üblichen Industriestandard für Flugzeug- und Autoteile. Darüber hinaus sind diese Verlustobergrenzen wie eingangs beschrieben dynamisch. Erwirtschaftet beispielsweise der Veri ETF-Allocation Defensive eine Rendite von zwei Prozent gegenüber dem Jahresanfangskurs, wird die Verlustobergrenze um den Betrag der Gewinnschwelle verringert, d.h. von sechs Prozent auf vier Prozent bis Jahresende. Dies bedeutet, dass der Fonds mit der oben genannten Wahrscheinlichkeit nicht mehr als vier Prozent gemessen zum Jahresanfangswert verlieren wird. Dieser Prozess wiederholt sich jedes Mal aufs Neue, wenn die Performance des Fonds nochmals um mindestens zwei Prozent seit Jahresanfang zulegt. Bisher hat keiner dieser Fonds von Veritas Investment seine Wertuntergrenze auch nur annähernd erreicht. Weder in millionenfach durchgeführten Simulationen geschweige denn in der Realität wurde diese Grenze in einem der Risk@Work-basierten Fonds jemals gerissen.

Zum Jahreswechsel wird das Risikobudget dann wieder aufgefüllt und damit die Verlustobergrenze auf die Distanz von sechs Prozent im Vergleich zum Fondspreis zu Beginn des neuen Jahres aufgebaut. Selbst im Fall der Fälle würde bei unterschreiten der Wertuntergrenze eine "Cash-Lock"-Situation allerhöchstens bis zum Jahresende bestand haben und nicht, wie dies in der Regel bei Garantiefonds der Fall ist, bis zum Ende ihrer Laufzeit.



Neben der Risikosteuerung durch Risk@Work punkten die Wertsicherungsfonds der Veritas Investment GmbH aber auch mit positiven Performanceentwicklungen. Allen voran die beiden etwas aggressiver aufgestellten Fonds, Veri ETF-Allocation Defensive und Veri Multi Asset Allocation zeigen ein durchaus ausgewogenes Verhältnis zwischen Rendite und Risiko (Standardabweichung). Setzt man diese mit Wertsicherungsfonds anderer Gesellschaften ins Verhältnis, fällt die Stärke des Risk@Work-basierten Ansatzes insbesondere im dreijährigen Zeitverlauf auf.



Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass sich durch das aktuell vorherrschende Niedrigzinsumfeld mehr denn je Wertsicherungsfonds für Anleger anbieten, die einen hohen Wert auf eine Risikobegrenzung bei stabilen langfristigen Erträgen bevorzugen. Eine Kapitalgarantie ist dies nicht. Genauso wenig darf natürlich dabei eine Gewinnerwartung wie bei Dax und Co. angenommen werden. Weniger Schwankungsbreite geht auch mit einer reduzierten Renditeerwartung einher. Aber das ist auch nicht das, was Sparer im Regelfall erwarten. Sondern ein einfach kalkulierbares Risiko, jederzeit die schnelle Verfügbarkeit des angelegten Geldes und eine im Vergleich zum Risiko angemessene Rendite bei langfristigem Festhalten an der Investition.



 




































Name ISIN Performance YTD Pf. 3 Jahre - kumuliert
Veri ETF-Allocation Defensive (R) DE0005561666 1,67% 7,41%
Veri Multi Asset Allocation (R) DE0009763235 1,68% 8,74%
Veri-Safe (A) DE000A114530  0,60% -


Quelle: Morningstar

Stand: 06.06.2017



Diese Publikation ist eine Werbemitteilung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und beinhaltet weder Anlagestrategieempfehlungen noch Anlageempfehlungen gemäß § 34b WpHG und Artikel 20 der Marktmissbrauchsverordnung. Sie erfüllt deshalb nicht die gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Objektivität von Anlagestrategieempfehlungen/Anlageempfehlungen und unterliegt nicht einem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen.



Diese Kundeninformation ist weder als Kauf- oder Verkaufsangebot noch als eine Anlageberatung zu verstehen. Alle Angaben und Einschätzungen wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Bei den dargestellten Wertentwicklungen handelt es sich ausschließlich um Vergangenheitswerte, aus denen keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung des Fonds gezogen werden können.



Die Berechnung erfolgt nach der BVI-Methode und berücksichtigt keine Ausgabeaufschläge und Rücknahmeaufschläge. Allein verbindliche Grundlage für den Kauf von Fonds sind ausschließlich die aktuellen Verkaufsunterlagen (Verkaufsprospekt, die Wesentlichen Informationen für Anleger, Jahresbericht und - falls dieser älter als acht Monate ist - der Halbjahresbericht). Die Verkaufsunterlagen sind in deutscher Sprache kostenfrei erhältlich beim Herausgeber Veritas Investment GmbH, mainbuilding, Taunusanlage 18, 60325 Frankfurt/Main, Telefon +49 (0)



69.975743-0 oder im Internet unter www.veritas-investment.de sowie in Österreich bei der Zahlstelle Société Générale S.A., Paris, Zweigniederlassung Wien, Prinz-Eugen-Straße 8-10/5/TOP 11, A-1040 Wien.



 




Vermögensnews

Zeit Meldung
09:07 Weltindex wird von US-Unternehmen dominiert
12.10. Fondsmanager-Interview mit Evy Hambro von BlackRoc
12.10. Manager des Swisscanto (LU) Equity Fund Small & Mi
11.10. FondsSuperMarkt: Fondsmanager Interview mit Martin
11.10. Großunternehmen treiben den DAX
09.10. Swisscanto Invest: Aktienmärkte sind nicht ewig In
05.10. Warum der DAX ein Exot ist
28.09. Swisscanto Invest: Konservativ zur absoluten posit
27.09. Indizes: Signalfunktion für die Finanzmärkte
25.09. Swisscanto Invest: Schwankungen zur Renditeerzielu

DEKA Wochenausblick

Zeit Meldung
16.10. Auf dem Weg nach oben
09.10. Lotusblüteneffekt an den Börsen
02.10. Gelassenheit nach den Wahlen
18.09. Störfaktoren ebben ab
11.09. Unruhiges Börsenumfeld
01.09. Warten auf Inflation
25.08. Politisches Grummeln an den Börsen
18.08. US-Regierung wird zur Belastung
16.08. Die Weltwirtschaft brummt weiter
07.08. Aufreger Auto


Werbung

Mehr Marktdaten und Kurse finden Sie auf www.finanztreff.de