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26.11.2012 - 07:36

MORNING BRIEFING - USA/Asien

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Vor der entscheidenden Sitzung der Eurogruppe zur Freigabe eines weiteren Milliardenkredits an Griechenland gibt es neue Hinweise auf einen möglichen zweiten Schuldenschnitt für das Land. IWF und EZB sollen derzeit intensiv für einen teilweisen Forderungsverzicht werben, berichten der Spiegel und die Welt am Sonntag. Mit der diskutierten Halbierung der Schulden öffentlicher Gläubiger 2015 könnte der griechische Schuldenberg bis 2020 auf voraussichtlich 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gedrückt werden, schreibt der Spiegel. Ziel waren bislang 120 Prozent, angesichts der tiefen Rezession in Griechenland wird ein deutliches Überschreiten der Marke jedoch wahrscheinlicher. Unterdessen sagte Jörg Asmussen, Direktoriumsmitglied der EZB, ein Schuldenschnitt für Griechenland gehöre nicht zu den Maßnahmen, mit denen die Finanzen des Landes stabilisiert werden sollen. Notwendig sei ein Paket, das unter anderem eine deutliche Senkung der Zinsen der Hilfskredite und einen Schuldenrückkauf durch Griechenland umfassen wird, sage Asmussen in einem Interview mit bild.de.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++


14:30 US/Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) Oktober


+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++


INDEX Stand +/- %
S&P-500-Future 1.399,20 -0,43%
Nasdaq-Future 2.626,00 -0,31%
Nikkei-225 9.388,94 +0,24%
Hang-Seng-Index 21.854,20 -0,27%
Shanghai-Composite 2.020,92 -0,32%
Kospi 1.905,51 -0,15%
S&P/ASX 200 4.424,20 +0,25%


+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

An den asiatischen Börsen herrscht vor dem Treffen der Eurozone-Finanzminister eine abwartende Haltung vor. Auch die drohende Fiskalklippe in den USA lässt die Anleger vorsichtig agieren. In Japan profitieren die Aktien exportorientierter Unternehmen von dem nach wie vor schwächeren Yen. Nikon verteuern sich um 1,7 Prozent, Canon um 1,8 Prozent und Mazda Motor ziehen um 0,8 Prozent an. Die Ratingagentur Fitch hat derweil die Aktien von Sony und Panasonic auf Ramschstatus herabgestuft. Sony verlieren 1,2 Prozent. Panasonic zeigen sich dagegen kaum verändert. In Seoul belastet, dass Samsung Electronics sich um 1,9 Prozent verbilligen, nachdem die Aktien des Index-Schergewichts in den vergangenen fünf Handelssitzungen um insgesamt 10 Prozent zugelegt hatten. Positiv fallen in Hongkong die Titel der Restaurantkette Tsui Wah und der Modekette Esprit auf. Tsui Wah klettern bei ihrem Börsendebut um 12,3 Prozent in die Höhe, nachdem das Unternehmen 692 Millionen Hongkong-Dollar am Markt eingesammelt hat. Esprit (+5,1 Prozent) werden von der Nachricht beflügelt, dass der frühere Esprit-Chef Michael Ying seine Unternehmensbeteiligung von 8,99 auf 10,3 Prozent gesteigert habe.

US-NACHBÖRSE

Der reguläre Aktienhandel endete am sogenannten "Black Friday" drei Stunden früher als üblich. Deshalb verlief der nachbörsliche Handel mit US-Aktien äußerst ruhig.

WALL STREET


INDEX zuletzt +/- % absolut
DJIA 13.009,68 1,35 172,79
S&P-500 1.409,15 1,30 18,12
Nasdaq-Comp. 2.966,85 1,38 40,30
Nasdaq-100 2.639,59 1,50 39,11

Vortag
Umsatz (Aktien) 0,33 Mrd 0,52 Mrd
Gewinner 2.440
Verlierer 488
Unverändert 103
Gute Konjunkturdaten aus Deutschland und China gaben den US-Aktienmärkten Auftrieb. Die Umsätze waren aber sehr dünn, denn am sogenannten "Black Friday" endete der Börsenhandel früher als üblich. Im Blickpunkt standen der Einzelhandelsektor und andere konsumnahe Branchen. Der Freitag nach dem Feiertag Thanksgiving markiert traditionell den Auftakt des Weihnachtsgeschäfts. Wal-Mart stiegen um 1,9 Prozent. Apple gewannen 1,7 Prozent. Positive Analystenkommentare verhalfen Research in Motion zu einem Plus von 13,6 Prozent. Die Experten hatten sich positiv zum BlackBerry 10 geäußert, der im Februar auf den Markt kommen soll. Hewlett-Packard verbesserten sich in einer technisch bedingten Erholung um 4,2 Prozent. Der Kurs war am Dienstag in Reaktion auf den schwachen Quartalsausweis um über 10 Prozent eingebrochen

TREASURYS

Änderung Rendite
10-Jährige 99-12/32 -1/32 1,692%
30-Jährige 98-11/32 -1/32 2,832%
Die Anleihekurse zeigten sich wenig verändert. Konjunkturdaten, an denen der Markt sich hätte orientieren können, wurden nicht veröffentlicht.

DEVISEN


DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Fr, 10.15
EUR/USD 1,2951 -0,2% 1,2972 1,2897
EUR/JPY 106,3614 -0,5% 106,8669 106,0440
USD/JPY 82,1610 -0,3% 82,3850 82,2060
USD/KRW 1085,5500 -0,0% 1085,5500 1085,7700
USD/CNY 6,2287 -0,0% 6,2287 6,2285
AUD/USD 1,0450 -0,1% 1,0460 1,0394


Der Euro überwand am Freitag die Marke von 1,29 US-Dollar und notierte im späten US-Handel bei rund 1,2970 Dollar. Der überraschend gut ausgefallene deutsche ifo-Index gab der Gemeinschaftswährung Auftrieb.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL


Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs.
WTI/Nymex 88,15 88,28 -0,15 -0,13
Brent/ICE 111,13 111,38 -0,22 -0,25


Der Ölpreis folgt den Aktienkursen nach oben. Das Barrel WTI verteuerte sich um 1,0 Prozent bzw 0,90 Dollar auf 88,28 Dollar. Brent stieg um 0,8 Prozent bzw 0,83 Dollar auf 111,38 Dollar. Mitverantwortlich für den Preisanstieg bei Öl und anderen Rohstoffen war auch der schwächere Dollar.

METALLE


Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs.
Gold (Spot) 1.749,53 1.753,00 -0,2% -3,47
Silber (Spot) 34,07 33,85 +0,6% +0,22
Platin (Spot) 1.611,00 1.605,00 +0,4% +6,00
Kupfer-Future 3,53 3,53 -0,1% -0,00


Der Goldpreis profitierte von der Dollar-Schwäche. Die Feinunze stieg an der Comex um 1,3 Prozent bzw 23,20 Dollar auf 1.751,40 Dollar.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

GELDPOLITIK/JAPAN

Der Rat der Bank of Japan (BoJ) hat sich bei seiner Sitzung am 30. Oktober uneins über die Sprachregelung zum Inflationsziel gezeigt. Die beiden Ratsmitglieder Takehiro Sato und Takahide Kiuchi schlugen dem Protokoll zufolge vor, die verbale Zusicherung zu verstärken, wonach die BoJ ihre Geldpolitik lockern werde, bis eine Inflationsrate von 1,0 Prozent erreicht sei. Die übrigen sieben Ratsmitglieder lehnten diesen Vorschlag jedoch ab, weil an den Märkten an der Bereitschaft der Zentralbank, die Geldpolitik zu lockern, nicht gezweifelt werde.

KONSUM/USA

Der Online-Umsatz im US-Einzelhandel legte zum Start des Weihnachtsgeschäfts um zweistellige Raten zu. An Thanksgiving lag das Volumen 17,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Am sogenannten Black Friday, dem Brückentag nach dem Feiertag, war der Zuwachs mit 20,7 Prozent noch höher, wie eine Untersuchung von IBM ergab.

HOCHTIEF

Tochter Leighton hat den Büroturm Eclipse Tower in Sydney für umgerechnet 135 Millionen Euro an den Pensionsfonds Retail Employees Superannuation Trust (REST) verkauft.

GENERAL MOTORS

kommt mit dem geplanten Verkauf seines Getriebewerks in Straßburg voran. GM sei in fortgeschrittenen Verhandlungen mit dem deutschen Autozulieferer ZF Friedrichshafen und dem belgischen Metallverarbeiter Punch Metals International, die zu einem Verkauf führen könnten, teilte der amerikanische Mutterkonzern von Opel mit.

LEHMAN BROTHERS

Im finanziell bislang größten deutschen Insolvenzverfahren können Gläubiger der Lehman Brothers Bankhaus AG auf eine ungewöhnlich hohe Quote hoffen. Durch die erhebliche Insolvenzmasse sei eine Erfüllung der Gläubigerforderungen "zu 80 Prozent im Bereich des Denkbaren", sagte Hubertus Kolster von der Kanzlei CMS Hasche Sigle, bei der das Verfahren der deutschen Tochter von Lehman Brothers angesiedelt ist, zu dapd. Ansprüche könnten sicher "zu einem Prozentsatz von 60 plus X erfüllt werden".

DJG/cln

END) Dow Jones Newswires

November 26, 2012 01:36 ET (06:36 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

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