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24.06.2020 - 09:36

BVIFONDS: Betriebsrente: In der Ansparphase Steuern und Sozialabgaben sparen

Mit der betrieblichen Altersversorgung können Arbeitnehmer ihre
gesetzliche
Rente aufstocken. Dabei hilft ihnen der Staat und der Chef. Dafür wird ein
Teil
des Bruttogehalts eingesetzt. Bei der sogenannten Entgeltumwandlung
überweist der Arbeitgeber einen Sparbeitrag unmittelbar aus dem Bruttolohn des Arbeitnehmers in einen Vorsorgevertrag. Somit sind die Beiträge
zunächst
frei von Steuern und Sozialabgaben. Diese werden erst auf die Auszahlungen im Ruhestand fällig. Darauf weist die Aktion "Finanzwissen für alle" der
im BVI
organisierten Fondsgesellschaften hin. Auf eine betriebliche Altersversorgung (bAV) durch die sogenannte
"Entgeltumwandlung" haben Arbeitnehmer seit 2002 Anspruch, ungeachtet, ob
Arbeiter oder Angestellte bei einem großen oder einem kleinen Unternehmen
beschäftigt sind. Für den Arbeitgeber ist es seit 2019 Pflicht, bei
Neuverträgen
15 Prozent des Arbeitnehmerbeitrags zur Betriebsrente beizusteuern. Spart
der
Arbeitnehmer pro Monat beispielsweise 100 Euro für seine betriebliche
Altersvorsorge, legt der Arbeitgeber zusätzlich 15 Euro pro Monat drauf.
Den
vollen Zuschuss erhält, wer unter der Beitragsbemessungsgrenze für die
Krankenversicherung liegt (56.250 Euro brutto jährlich). Ab 2022 gilt
dieser
verpflichtende Arbeitgeberzuschuss auch für bestehende
Entgeltumwandlungsvereinbarungen. Jeder Arbeitnehmer kann jährlich bis zu 8 Prozent der
Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung steuerfrei umwandeln. Auch Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld kommen
dafür in Frage. Möglich wird die bAV entweder über ein direktes Rentenversprechen des
Arbeitgebers ("Direktzusage") oder über externe Durchführungswege wie
Unterstützungskassen, Pensionskassen, Direktversicherungen oder
Pensionsfonds. Vorteil der bAV: Häufig sind die Verwaltungs- und
Abschlusskosten günstiger als bei der privaten Vorsorge, weil der
Arbeitgeber
einen "Mengenrabatt" nutzen kann. Ein weiterer Vorteil: Die betriebliche Altersvorsorge ist regelmäßig
sicher vor
einer Anrechnung im Sinne der Hartz IV-Gesetze. Auch solange Sparer das
Arbeitslosengeld I erhalten, sind sie gesetzlich nicht verpflichtet, ihre
Rücklagen
für die Vorsorge anzutasten. Bei finanziellen Engpässen besteht zudem die
Möglichkeit, den bAV-Vertrag zeitweise ruhen zu lassen und die
Beitragszahlungen später wieder aufzunehmen. Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI hier. Diese Meldung ist Teil der Serie "Finanzwissen für alle". --------------------------------------------------------------------------------------------- Folgen Sie uns auf LinkedIn:
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