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18.12.2019 - 10:26

BVIFONDS: Was die Fondssparer über die Vorabpauschale 2020 wissen müssen

Nach Silvester werden einige Fondssparer auf ihrem Kontoauszug eine
Abbuchung wegen "Fondsbesteuerung" vorfinden. Einige Fondssparer kennen
sie bereits. Sie war für viele Anleger zum Jahresbeginn 2019 erstmals
wirksam:
die sogenannte Vorabpauschale. Das seit 2018 geltende
Investmentsteuergesetz sieht für viele Fonds, die keine oder nur in
geringem
Umfang Ausschüttungen vornehmen, eine Besteuerung auf Basis einer
Pauschale vor. Bei dieser geht das Finanzamt von einem fiktiven Ertrag
aus.
Die Berechnung wird von der depotführenden Stelle vorgenommen. Wenn die
Erträge über dem Freistellungsauftrag bzw. dem Sparer-Pauschbetrag liegen
(maximal 801 Euro pro Person), bucht sie die Steuer ab, Anleger müssen
nichts
unternehmen. Liegen sie darunter, nimmt sie keine Abbuchung vor. Darauf
weist die Aktion "Finanzwissen für alle" der im BVI organisierten
Fondsgesellschaft hin. Bei Investmentfonds will der Gesetzgeber durch die Vorabpauschale
sicherstellen, dass der Anleger einen Mindestbetrag versteuert. Sie
errechnet
sich aus der Differenz zwischen dem sogenannten Basisertrag des Fonds und
dem ausgeschütteten Betrag. Für 2019 ermitteln die depotführenden Stellen
in
Deutschland den Basisertrag Anfang 2020. Der Basisertrag entspricht dem
Rücknahmepreis des Fondsanteils zu Jahresbeginn 2019 multipliziert mit 70
Prozent eines Basiszinses, den die deutsche Bundesbank jedes Jahr
berechnet
und veröffentlicht. Für 2019 lag der Basiszins bei 0,52 Prozent, 2018 lag
er
noch bei 0,87 Prozent. Die Vorabpauschale kann nur maximal so hoch sein,
wie
die tatsächliche Wertsteigerung eines Fonds im Kalenderjahr, zuzüglich der Summe der Ausschüttungen. Die depotführende Stelle darf die erforderlichen Beiträge zu Abführung der Steuer auf die Vorabpauschale direkt vom
Girokonto
oder einem anderen Einlagenkonto des Anlegers einziehen, eine Einwilligung des Anlegers ist dafür nicht erforderlich. Eine Abbuchung erfolgt jedoch
nur,
wenn die Erträge den Freistellungsauftrag von 801 Euro pro Person
übersteigen. Sollte das Konto keine Deckung aufweisen, darf die Bank für die Steuer
auch
den Dispokredit nutzen, sofern der Anleger im Vorfeld nicht schon
widersprochen hat. Sobald der Fondssparer den Fondsanteil tatsächlich
verkauft, verrechnet die depotführende Stelle die bereits gezahlte Steuer
auf die
Vorabpauschale mit der bei Verkauf fälligen Abgeltungsteuer. Wichtig für Anleger ist ein in ausreichender Höhe gestellter
Freistellungsauftrag.
Da der Abzug der Steuer auf die Vorabpauschale Anfang 2020 erfolgt,
sollten
Anleger die letzten Tage dieses Jahres dazu nutzen, ihren
Freistellungsauftrag
noch in diesem Jahr anzupassen. Weitere Informationen zur Vorabpauschale und ihrer Berechnung finden Sie
hier. Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI hier. Diese Meldung ist Teil der Serie "Finanzwissen für alle". --------------------------------------------------------------------------------------------- Folgen Sie uns auf LinkedIn:
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