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29.11.2018 - 18:35

Was Fondssparer über die Vorabpauschale 2019 wissen müssen

Anfang 2019 werden einige Fondssparer auf ihrem Konto eine Abbuchung
wegen "Fondsbesteuerung" vorfinden. Sie sollten sich nicht wundern:
Hintergrund für diese Abbuchung ist die Investmentsteuerreform. Sie trat
Anfang 2018 in Kraft und sieht für viele Fonds, die keine oder nur in
geringem
Umfang Ausschüttungen vornehmen, eine Besteuerung auf Basis einer
Pauschale vor. Bei der sogenannten "Vorabpauschale" geht das Finanzamt von einem fiktiven Ertrag aus. Sie wird von der depotführenden Stelle
berechnet.
Wenn die Erträge über dem Freistellungsauftrag liegen (maximal 801 Euro
pro
Person), führt sie den Steuerabzug durch, Anleger müssen nichts
unternehmen.
Liegt sie darunter, erfolgt keine Abbuchung. Darauf weist die Aktion
"Finanzwissen für alle" der im BVI organisierten Fondsgesellschaften hin. Der Gesetzgeber will bei Investmentfonds sicherstellen, dass der Anleger
einen
Mindestbetrag versteuert. Die Vorabpauschale errechnet sich aus der
Differenz
zwischen dem sogenannten Basisertrag des Fonds und dem ausgeschütteten
Betrag. Den Basisertrag für 2018 ermitteln die depotführenden Stellen in
Deutschland Anfang 2019. Der Basisertrag entspricht dem Rücknahmepreis
des Fondsanteils zu Jahresbeginn 2018 multipliziert mit 70 Prozent eines
Basiszinses, den die deutsche Bundesbank jedes Jahr berechnet und
veröffentlicht. Die Vorabpauschale kann nur maximal so hoch sein, wie die
tatsächliche Wertsteigerung eines Fonds im Kalenderjahr, zuzüglich der
Summe der Ausschüttungen. Die depotführende Stelle darf die erforderlichen Beiträge zur Abführung der Steuer auf die Vorabpauschale direkt vom
Girokonto oder einem anderen Einlagenkonto des Anlegers einziehen, eine
Einwilligung des Anlegers ist dafür nicht erforderlich. Eine Abbuchung
erfolgt
wohlgemerkt nur, wenn die Erträge den Freistellungsauftrag übersteigen. Sollte das Konto keine Deckung aufweisen, darf die Bank für die Steuer
auch
den Dispokredit nutzen, sofern der Anleger im Vorfeld nicht schon
widersprochen hat. Sobald der Fondssparer den Fondsanteil tatsächlich
verkauft, verrechnet die depotführende Stelle die bereits gezahlte Steuer
auf die
Vorabpauschale mit der bei Verkauf fälligen Abgeltungsteuer. Wichtig für Anleger ist ein in ausreichender Höhe gestellter
Freistellungsauftrag.
Da der Abzug der Steuer auf die Vorabpauschale Anfang 2019 erfolgt,
sollten
Anleger ihren Freistellungsauftrag am besten noch in diesem Jahr anpassen. Weitere Informationen zur Vorabpauschale und ihrer Berechnung finden Sie
hier. Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI unter
www.bvi.de/finanzwissen.
Diese Meldung ist Teil der Serie "Finanzwissen für alle". --------------------------------------------------------------------------------------------- Folgen Sie uns auf LinkedIn:
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