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12.08.2020 - 10:04

BVIFONDS: Einfache Grundregeln für die Geldanlage

Die meisten Deutschen vermeiden es, sich mit Finanzfragen zu beschäftigen. Umfragen zufolge gehen sie lieber zum Zahnarzt als zum Bank- oder
Finanzberater. Aber auch digitale Angebote rufen wenig Interesse hervor.
Doch
die Augen vor vermeintlich unangenehmen Realitäten zu verschließen, ist
keine
Lösung. Schon länger gibt es so gut wie keine Zinsen auf Sparbüchern oder
für
Anleihen. Parallel lag die Inflation im Juni bei 0,9 Prozent. Damit
verlieren die
Ersparnisse auf Sparbüchern oder Tagesgeldkonten stetig an Wert. Die
Deutschen sparen sich also ärmer, so die Aktion "Finanzwissen für alle"
der im
BVI organisierten Fondsgesellschaften. Diese drei Grundregeln sollten Sparer bei der Geldanlage beachten: In
einem
ersten Schritt sollten sich die Anleger zunächst über ihr Sparziel, die
geplante
Anlagedauer und ihre persönliche Risikoakzeptanz klar werden, bevor sie
sich
für eine Anlage entscheiden. Die Geldanlagen müssen zu den individuellen
Zielen passen. Denn die verschiedenen Sparmöglichkeiten unterscheiden sich hinsichtlich Sicherheit, Liquidität und Rendite. Höhere Renditen sind nur
realistisch, wenn Sparer einen längeren Zeithorizont und zwischenzeitliche Wertschwankungen akzeptieren. Wer beispielsweise langfristig denkt und
Wertschwankungen verkraftet, kann in Aktienfonds investieren. Sparer, die
dagegen risikoscheuer sind, benötigen wertstabilere Anlagen. Der Sparer
kann
zusammen mit einem Anlageberater entsprechend seiner Risikobereitschaft
eine für ihn geeignete Quote von Anlagen festlegen. Die zweite Regel betrifft die Anlagedauer. Wer früh anfängt zu sparen,
kann
mithilfe des Zinseszinseffektes einen soliden Kapitalstock aufbauen. Ein
Beispiel: Aus 10.000 Euro werden bei jährlich durch-schnittlich fünf
Prozent
Rendite nach 20 Jahren mehr als 26.000 Euro und nach 40 Jahren bereits
rund
70.000 Euro. Es werden also Erträge angesammelt, die sich immer und immer
wieder verzinsen. Neben dem Zeitfaktor ist auch die Höhe der Rendite für
den
Anlageerfolg entscheidend. Kleine Unterschiede wirken auch hier über
längere
Laufzeiten enorm. Daher ist es besonders für jüngere Sparer sinnvoll, in
riskantere und damit höher rentierliche Anlagen wie Aktienfonds zu
investieren.
Jüngere Sparer haben mehr Zeit, das Geld am Kapitalmarkt für sich arbeiten
zu
lassen. Zwischenzeitliche Rückschläge an den Märkten können sie besser
aussitzen als etwa Rentner, die mit ihren Ersparnissen ihren Lebensabend
gestalten wollen. Die dritte Regel, die Anleger stets beachten sollten, ist: "Lege nicht
alle Eier in
einen Korb." Schon Wirtschaftsnobelpreisträger Harry M. Markowitz
plädierte
mit dieser Regel auf eine breite Verteilung des Vermögens auf mehrere
Anlageklassen oder Wertpapiere. Dabei hat sich in einem ersten Schritt die Faustformel ein Drittel Aktien, ein Drittel Anleihen und ein Drittel
Immobilien
bewährt. Welche Mischung es genau wird, hängt natürlich von den
persönlichen
Zielen und der eigenen Lebenssituation ab. Um seine Ersparnisse
wirkungsvoll
zu schützen, sollten Sparer außerdem nicht nur auf eine Region, z.B.
Deutschland, setzen, sondern ihr Geld idealerweise weltweit über
verschiedene
Anlageklassen investieren. Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI hier. Diese Meldung ist Teil der Serie "Finanzwissen für alle". --------------------------------------------------------------------------------------------- Folgen Sie uns auf LinkedIn:
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