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28.11.2014 - 10:30

Soziale Medien enttäuschen an der Börse

Alles nur ein großer Hype um nichts?

von Stephan Witt, FiNUM.Private Finance AG in Berlin

Am 18 Mai 2012 ging mit Facebook das bis dahin größte Internet-Unternehmen an die Börse. Bei einem Ausgabepreis von 38 US-Dollar ergab das einen Börsenwert von 104 Milliarden US-Dollar. Jedoch sank das Papier binnen kürzester Zeit auf etwa 17 US-Dollar: ein Einbruch um mehr als die Hälfte innerhalb weniger Monate. Viele dachten, das Unternehmen war überbewertet und der Ablauf ähnelte einer Spekulationsblase. Doch seit Mitte 2013 kennt der Chart der Aktie nur noch den Weg nach oben und liegt aktuell bei mehr als 70 US-Dollar.

Aber nicht alle Riesen der Branche können auf solch eine starke Entwicklung zurückblicken. Beispielsweise der Mikroblogging-Dienst Twitter hat nach einer langen Phase steigender Kurse, nun wieder herben Verlusten innerhalb kürzester Zeit zu kämpfen. Auch beim sozialen Netzwerk für Geschäftskontakte LinkedIn geht es nach einer turbulenten Strecke wieder bergauf beim Aktienkurs.

Die Beispiele zeigen: die Volatilität in dieser Branche sind sehr hoch. Dazu kommt das Problem, dass die sozialen Netzwerke noch sehr jung sind. Es gibt also keine historischen Entwicklungen, mit deren Hilfe man sich orientieren oder Aussagen für die Zukunft treffen kann. Besonders schwer ist es vorauszusagen wie diese Unternehmen auf wirtschaftliche Krisen reagieren. Gerade das macht es für den Anleger fast unmöglich den richtigen Zeitpunkt zum Einstieg zu finden. Es besteht also stets das Risiko, starke Kurseinbrüche in Kauf zu nehmen. Ob diese dann auch wieder aufgeholt werden können, lässt sich dabei nie sicher sagen.

Andererseits sind mit diesen Papieren große Gewinne auch in kürzester Zeit möglich, wie das Beispiel Facebook zeigt. Das Unternehmen konnte unter anderem aufgrund mehrerer Unternehmenskäufe (zum Beispiel WhatsApp oder Instagram) seinen Wert weiter deutlich steigern. Auch die verbesserte Platzierung von Werbung auf mobilen Endgeräten konnte seinen Teil dazu beitragen die Umsätze von Facebook weiter zu erhöhen.

Bei den sozialen Medien daher gleich von einem Hype oder einer Spekulationsblase zu sprechen, scheint übertrieben. Dennoch ist diese Anlageklasse nicht für jeden geeignet, da Kurseinbrüche jederzeit möglich sind und die Branche sehr schnelllebig ist. Wenn ein Unternehmen die Zeichen der Zeit nicht richtig deutet und falsch investiert, wird es schwer aus diesem Tal wieder rauszukommen. Somit sollten sich Anleger gut mit der Firma beschäftigen, in die sie investieren wollen und auch regelmäßig den Markt im Auge behalten, um bestmöglich reagieren und die sehr guten Renditechancen, die diese Branche bietet, optimal ausnutzen zu können.

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