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15.01.2013 - 18:17

MÄRKTE EUROPA/Enttäuschung über SAP drückt die Börsen

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Von Benjamin Krieger
Der Software-Konzern SAP hat am Dienstag den Börsen einen kräftigen Dämpfer verpasst. Zwar haben die vorläufigen Quartalszahlen des Unternehmens die Erwartungen von Analysten nur knapp verfehlt. Dennoch büßte die Aktie knapp vier Prozent ein. Und zog auch den DAX mit nach unten, der um 0,7 Prozent auf 7.676 Punkte nachgab. Mit einem Börsenwert von rund 75 Milliarden Euro ist SAP das Schwerstgewicht im DAX. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,5 Prozent auf 2.702 Punkte.

Die Software-Umsätze ebenso wie die Gesamterlöse und der Gewinn von SAP blieben im Schlussquartal 2012 leicht hinter den Konsensprognosen zurück. Nachdem es jedoch in den vergangenen Wochen eine positive Nachricht nach der anderen von SAP gab, waren die Erwartungen von Händlern der Realität mal wieder voraus geeilt. Das, was SAP am Dienstag lieferte, reichte den Marktakteuren nicht und sie verkauften daher die Aktie.

Fundamental sei ein Nachgeben des DAX allein wegen der Quartalszahlen von SAP "nicht plausibel", sagte ein Händler. Allerdings könnten die Ergebnisse der Walldorfer unter Investoren die Sorge schüren, dass die bevorstehende Saison der Quartalsberichte große Risiken birgt. "Anleger könnten mit diesem Argument noch Aktienpositionen verringern", vermutete der Händler.

Belastet von SAP, fielen an der Pariser Börse auch die Aktien des Software-Beraters Cap Gemini um knapp zwei Prozent. Der europäische Technologie-Index, in dem SAP ebenfalls ein Schwergewicht sind, büßte mehr als zwei Prozent ein und war damit der größte Verlierer unter den Sektoren.

Yen atmet nach langer Verluststrecke durch

Im Währungshandel erholte sich der Yen kräftig zum US-Dollar und zum Euro. Der Greenback wurde im Tief mit 88,29 Yen bezahlt, nachdem er am Montag mit 89,66 Yen noch auf dem höchsten Stand seit Juni 2010 handelte. Auslöser für die Stabilisierung waren Aussagen des japanischen Wirtschaftsminister Akira Amari, der die negativen Konsequenzen eines zu schwachen Yen betont hat. Damit habe Amari für eine "Relativierung in einem überhitzten Marktumfeld" gesorgt, sagt Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank.

Seit Mitte November hat die japanische Währung zu Dollar und Euro immer weiter abgewertet. Sie wird belastet vor allem von der Erwartung einer noch expansiveren Geldpolitik der Notenbank Japans, um die Konjunktur zu beleben. Spekulative Anleger sind in den vergangenen Wochen auf diesen Zug aufgesprungen und haben ihre auf einen fallenden Yen lautenden Positionen immer weiter aufgestockt.

Im Fahrwasser der wegen SAP nachgebenden Aktienmärkte wertete auch der Euro vorübergehend ab. Zum Dollar fiel die Gemeinschaftswährung im Tagestief bis auf 1,3309. Von diesem Kurs erholte sie sich anschließend wieder etwas auf 1,3343 Dollar. Seit Montag bewegt sich der Euro zum Dollar in einer engen Spanne zwischen 1,33 und 1,34 Dollar.

Ausstieg der BayernLB belastet Lufthansa-Kurs

Nach Aussage von Händlern nutzte die Bayerische Landesbank den starken Kursanstieg der Lufthansa-Aktie in den vergangenen Monaten zum Ausstieg. Die Bank verkaufte 8,8 Millionen Lufthansa-Aktien am Markt. Das entspricht einem Anteil von etwa zwei Prozent und belastete den Aktienkurs mit 2,3 Prozent.

Die Banken J.P. Morgan und Exane BNP haben die RWE-Aktie abgestuft, was den Kurs um 3,1 Prozent nach unten drückte. Im Fahrwasser von RWE gaben auch E.ON-Aktien um 1,5 Prozent nach. Papiere von Infineon profitieren dagegen von einer Hochstufung durch Exane BNP und verteuerten sich um 2,3 Prozent.

Größter Kursgewinner unter den deutschen Standardwerten waren Hochtief-Aktien, die nach einer Kaufempfehlung von Goldman Sachs um 4,9 Prozent zulegten. Der Flughafenbetreiber Fraport hat im Dezember 6,3 Prozent weniger Passagiere abgefertigt, was die Aktie um 1,4 Prozent nachgeben ließ.

In London zogen die Aktien des Luxusmodekonzerns Burberry um 4,6 Prozent an. Nach einer Gewinnwarnung vor drei Monaten haben die jüngsten Geschäftszahlen des Modehauses die Erwartungen wieder übertroffen. Gute Absätze im wichtigen Monat Dezember verhalfen den Aktien von Hennes & Mauritz in Stockholm zu einem Kursplus von 3,6 Prozent.

Europäische Schlussindizes am Dienstag, 15. Januar:

. Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Europa Euro-Stoxx-50 2701,59 -13,57 -0,5% 16,6
. Stoxx-50 2634,32 -0,63 -0,0% 11,2
. Stoxx-600 285,97 -0,04 -0,0% 16,9
Frankfurt XETRA-DAX 7675,91 -53,61 -0,7% 30,1
London FTSE-100 6117,31 9,45 +0,2% 9,9
Paris CAC-40 3697,35 -10,90 -0,3% 17,0
Amsterdam AEX 347,86 0,52 +0,2% 11,3
Athen ATHEX-20 322,41 -6,09 -1,9% 21,7
Brüssel BEL-20 2499,40 8,02 +0,3% 20,0
Budapest BUX 19012,51 -127,54 -0,7% 12,0
Helsinki OMXH-25 2301,69 -12,87 -0,6% 18,5
Istanbul ISE NAT. 30 102815,30 481,75 +0,5% 5,2
Kopenhagen OMXC-20 526,43 4,33 +0,8% 35,0
Lissabon PSI 20 6160,54 -30,09 -0,5% 8,4
Madrid IBEX-35 8632,10 -31,10 -0,4% 5,3
Mailand FTSE-MIB 17467,48 76,24 +0,4% 15,8
Moskau RTS 1576,54 0,00 0% 14,1
Oslo OBX 424,18 -0,92 -0,2% 18,6
Prag PX 1042,34 -5,09 -0,5% 0,4
Stockholm OMXS-30 1127,51 -5,33 -0,5% 14,1
Warschau WIG-20 2532,42 -27,72 -1,1% 18,1
Wien ATX 2449,26 -10,42 -0,4% 29,5
Zürich SMI 7272,31 69,79 +1,0% 22,5

DEVISEN zuletzt '+/- % Di, 8.10 Uhr Mo, 17.36 Uhr
EUR/USD 1,3339 -0,02% 1,3341 1,3357
EUR/JPY 118,4125 0,05% 118,3549 119,2755
EUR/CHF 1,2378 0,38% 1,2332 1,2258
USD/JPY 88,7300 0,05% 88,6825 89,3240
GBP/USD 1,6073 0,01% 1,6072 1,6061
Kontakt zum Autor: benjamin.krieger@dowjones.com


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TecDAX 23:29 969,50 +0,16 +28,17%
MDAX 23:29 14.156,00 +0,96 +37,87%
DAX 23:29 8.455,50 +1,30 +33,11%
FAZ-INDEX 17:59 1.758,97 -0,08 +27,34%
E-STOXX 50 23:29 2.834,00 +1,27 +31,26%
EUR/JPY 17:05 132,5950 ±0,00 +31,80%
EUR/CHF 17:05 1,2485 ±0,00 +3,95%
EUR/USD 17:05 1,2839 ±0,00 +1,23%
EUR/GBP 17:05 0,8459 ±0,00 +5,24%
USD/JPY 17:05 103,2550 ±0,00 +30,18%
USD/CHF 17:05 0,9724 ±0,00 +2,69%
USD/GBP 23:36 0,6592 +0,69 +4,10%
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