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24.11.2014 - 11:56

Einstiegschancen bei Wandelanleihen

von Burkhard Wagner, Vorstand Partners VermögensManagement AG, München

Wandelanleihen sind gerade jetzt eine attraktive und sinnvolle Anlageklasse. Wunderdinge sollte der Anleger nicht erwarten, jedoch bieten Wandler für mittelfristig anlegende Investoren ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis und stabilisieren damit jedes Portfolio. Wandelanleihen sind eine Spielart der Unternehmensanleihen. Anleger bekommen eine feste Verzinsung und gleichzeitig eine Wandlungsmöglichkeit in Aktien des emittierenden Unternehmens. Diese Wandlungsmöglichkeit bietet die Chance, indirekt an zukünftig steigenden Aktienkursen zu partizipieren. Fallen die Aktienkurse, bietet der entsprechende Zinscoupon eine Art "Puffer", da die jeweilige Anleihe einen festen Zins sowie die Rückzahlung der Anleihe bietet.

Allerdings bieten Wandelanleihen derzeit noch unattraktivere Zinscoupons als klassische Unternehmensanleihen. Vereinzelt wurden in jüngerer Vergangenheit schon Wandelanleihen als Null-Prozent-Bond emittiert. Somit entpuppt sich die Pufferfunktion zusehends als "Püfferchen". Das führt zu einer tendenziell ansteigenden Volatilität. Trotz dieser aktuell erhöhten Schwankungen sind Wandelanleihen unserer Meinung nach für Investoren ein attraktiver Anlagebaustein.

Denn langfristig gibt es eine "goldene" Wandler-Regel. Demnach empfinden Wandelanleihen etwa zwei Drittel einer Aufwärtsentwicklung bei Aktien nach, jedoch nur zu einem Drittel eine Abwärtsentwicklung. Leider gilt diese Regel nicht immer und nicht in allen Marktsituationen. Insbesondere in der Finanzkrise 2008/2009 fielen die Kurse von Wandelanleihen überdurchschnittlich. Der Grund lag darin, dass Hedgefonds-Manager, die über Wandelanleihen versucht hatten, günstiger an Aktien zu gelangen, ihre Convertibles zu jedem Preis verkauften. Da die Wandler-Märkte sehr eng und speziell sind, führte das zu überdurchschnittlichen Kursverlusten.

Abweichungen gab es auch in der jüngeren Vergangenheit, jedoch eher in positiver Richtung. Vereinzelt konnten mit Wandlern höhere Gewinne als mit Aktien erzielt werden. Diese Übertreibung relativierte sich etwas durch die Entwicklung der vergangenen Wochen. Somit empfinden wir das aktuelle Kursniveau als interessante Einstiegschance.

Die Krux bei Wandelanleihen liegt in einer oftmals recht komplexen Ausgestaltung der einzelnen Anleihe.Vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten, komplizierte Anleihen-Details und oftmals Mindestanlagen von 100.000 Euro stellen für private Investoren hohe Hürden dar. Daher sollten Anleger den Weg über gemanagte Fonds wählen. Als Alternative gibt es seit Kurzem gar einen ersten globalen Wandel-ETF.

Ausgesuchte global anlegende Wandler-Fonds erwirtschafteten in den vergangenen fünf Jahren Renditen zwischen 28 Prozent und 60 Prozent, und das bei relativ geringeren Schwankungen.



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