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30.09.2015 - 08:45

Ab in die Rente? Wann Arbeitnehmer aufhören dürfen

Für heutige Arbeitnehmer wird die spätere Rente allenfalls eine Grundrente
sein. Zusätzlich wird der Weg bis zum Ruhestand für die meisten ohnehin noch
länger sein als für die Generation ihrer Eltern. Was viele nämlich nicht
wissen:
Wer abschlagsfrei in Rente gehen will, muss nicht nur eine bestimmte Wartezeit
inklusive Beiträgen absolviert, sondern auch die maßgebliche Altersgrenze
erreicht haben. Für die Regelaltersrente wurde diese von der großen Koalition
im Jahr 2008 verändert. Daran erinnert die Aktion "Finanzwissen für alle" der
Fondsgesellschaften. So bleibt die Altersgrenze für diejenigen, die vor 1947
geboren wurden, zwar unverändert bei 65 Jahren. Für nach 1946 Geborene
wird sie jedoch schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben - daher auch der
Begriff "Rente mit 67". Mit der Erhöhung dieser Regelaltersgrenze reagiert die Regierung auf die
Herausforderungen in der gesetzlichen Rentenversicherung. Ziel ist es, den
Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung stabil zu halten. Als
Maxime gilt: Bis 2020 soll der Beitragssatz 20 Prozent und bis 2030 22 Prozent
nicht überschreiten. Wann Bürger ohne Abschläge in Rente gehen können,
erfahren diese in der jährlichen Renteninformation der Deutschen
Rentenversicherung. Zusätzlich belasten demografische Aspekte das staatliche Rentensystem:
Geburtenrate und Zuwanderung können Sterberate und Abwanderung nicht
mehr ausgleichen. Dadurch verschiebt sich zunehmend das Verhältnis
zwischen Beitragszahlern und Rentnern. Immer weniger Beitragszahler
finanzieren somit einen Ruheständler. Kamen im Jahr 2000 noch mehr als vier
Beitragszahler auf einen Rentner, werden es 2040 weniger als zwei sein.
Außerdem steigt die durchschnittliche Lebenserwartung der Deutschen. Eine
Maßnahme, die die Regierung getroffen hat, um das staatliche Rentensystem
und vor allem die Beitragssätze zu stabilisieren, ist die Absenkung des
Rentenniveaus. Die Rentenerhöhungen werden von den
Einkommenszuwächsen der Arbeitnehmer zunehmend entkoppelt. Das
Rentenniveau sinkt entsprechend seit Jahren. Abfedern lässt sich die unweigerlich für heutige Arbeitnehmer entstehende
Vorsorgelücke nur mit dem Aufbau zusätzlichen Vermögens. Dass auch kleine
Beträge eine große Wirkung entfalten können, zeigt der Sparplanrechner des
deutschen Fondsverbands BVI: Einzahlungen von nur 50 Euro im Monat führen
nach 30 Jahren bei einer durchschnittlichen Wertentwicklung von jährlich 5
Prozent zu einem Sparergebnis von gut 40.000 Euro. Eingezahlt wurden dabei
lediglich rund 18.000 Euro. Selbst bei nur 3 Prozent durchschnittlicher
jährlicher
Wertentwicklung bliebe nach 30 Jahren ein Sparergebnis von knapp 30.000
Euro. Aktienfondssparpläne mit Anlageschwerpunkt Deutschland erzielten im
Schnitt in den vergangenen 30 Jahren 7,2 Prozent jährlichen Wertzuwachs. Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI unter
www.bvi.de/finanzwissen. Diese Meldung ist Teil der Serie "Finanzwissen für alle". Get green, leave it on the screen!
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