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07.09.2014 - 21:17

Aktien: Abwarten – die Börsenampel bleibt auf Rot

von Sebastian Steins, Mathematiker und Informatiker, ist Portfolio Manager beim Finanzdienstleistungsinstitut GALIPLAN in Jülich.

Wolken ziehen am Konjunkturhimmel auf, politische Krisen trüben die Stimmung, und die Nervosität an den Börsen steigt. Es ist gerade keine gute Zeit, Aktien zu kaufen. Die Kurse dürften wieder fallen. Anleger sollten auf neue Kaufsignale warten.

Wichtige Marktdaten sehen auf den ersten Blick gar nicht so schlecht aus: Der ifo-Index, ein viel beachtetes Barometer der Stimmung in der Wirtschaft, ist nach wie vor positiv, Inflation sieht derzeit niemand als Bedrohung. Und an den Aktienmärkten gibt es kaum starke Ausschläge, was als Zeichen der Stabilität gilt. Doch Vorsicht! Gerade an diesen drei Kenngrößen der Wirtschaft lassen sich bei genauerem Hinsehen Trends ablesen, die für die Aktienmärkte bedrohlich sind.

Ifo-Index: Das Barometer des Münchener ifo-Instituts notiert zwar positiv, doch es ist  bereits viermal in Folge gefallen. Natürlich kann sich die Stimmung in den kommenden Wochen auch wieder bessern, eine Wette würden wir aber nicht darauf abschließen. Zu sehr belasten die Ungewissheiten aus den politischen Krisen. Die Stichworte Ukraine und Russland-Sanktionen sagen schon alles. Den depressiven Tiefpunkt, an dem häufig positive Überraschungen die Wende nach oben einläuten, haben wir noch nicht erreicht. Aus unserer Sicht kann es durchaus zu neuen Einbrüchen kommen.

Inflation: Eine Spirale steigender Preise befürchtet derzeit kaum jemand am Markt. Im Gegenteil; Die Europäische Zentralbank sieht eher das Abrutschen in eine Deflation als Gefahr und setzt alle Mittel ein, einen schleichenden Rückgang der Verbraucherpreise zu stoppen. Den signalisiert der harmonisierte Verbraucherpreisindex der Europäischen Union seit Monaten. Mit den Preisen sinken auch die Unternehmensgewinne, was wiederum mit der Zeit auf die Aktienkurse drückt.

Volatilität: Schwanken die Aktienmärkte stark, gilt dies als Zeichen einer großen Unsicherheit der Marktteilnehmer. In Deutschland misst vor allem der VDAX die Volatilität, die Schwankungsbreite des DAX. Seit Juli steigt dieser Index wieder an. Noch notiert er unter 20 Punkten und damit auf einem relativ niedrigen Stand. Doch den Durchschnitt seit Jahresbeginn hat er bereits überschritten. Wir spüren ein Zittern am Markt, das sich noch verstärken könnte.

Einige weitere Indikatoren, insgesamt 30, fließen in unser dreistufiges Signalsystem ein, das wir monatlich als BAMPEX (Börsenampel-Index) berechnen. Bei der Auswertung achten wir nicht nur auf absolute Werte, sondern auch auf die Dynamik und die Richtung der Veränderung. All dies hat auch im September die Ampel auf Rot springen lassen. Wir sehen also mehr Risiken als Chancen und steigen daher aktuell nicht in Aktien ein. Nach unserer im BAMPEX-Zertifikat (ISIN DE000LS9CBZ6) ersichtlichen Strategie haben wir die Investitionsquote in den DAX auf 0 Prozent heruntergefahren. Wir halten lieber Cash und warten auf günstigere Einstiegszeiten. Vorsicht zahlt sich aus: Vor Verlustphasen wie 2008, 2011 oder zuletzt im März 2014 hatte uns die Börsenampel rechtzeitig gewarnt. Internet: www.boersen-ampel.de

 

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