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07.09.2014 - 21:17

Goldminenaktien – Wenn nicht jetzt, wann dann?

von Thomas Fooßen, Geschäftsführer Aubilia Vermögensmanagement GmbH in Düsseldorf

Steigende Goldpreise, moderate Inflationserwartungen, ein schwächerer Euro sowie eine sich ausdehnende Staatsverschuldung - Goldminenaktien können als spekulative Beimischung in einem Aktienportfolio heller glänzen als das Metall selbst.

Nach den teils dramatischen Kursrückgängen seit dem Jahre 2011 haben sich die Minenbetreiber neu aufgestellt - die Förderkosten teils drastisch reduziert, teure und übergroße Projekte eingestellt. Bei Kosten von unter 1000 US-Dollar für die Feinunze Gold wirkt sich somit jede nachhaltige Kurssteigerung des Goldpreises deutlich gewinnsteigernd aus.

Behält man die Großwetterlage an den internationalen Kapitalmärkten im Auge, sei eine Frage erlaubt: Wie passt es zusammen, dass amerikanische Investmentbanken einen tieferen Goldpreis propagieren, aber im eigenen Interesse Goldbestände ausbauen? Ebenfalls: Zentralbanken aus Asien und Russland kaufen tapfer weitere Goldpositionen, Deutschland holt seinen weit verstreuten Goldschatz heim. Ausreichende Gründe also für eine höhere Goldbewertung. Diese fundamentalen Argumente zugunsten der Goldminen werden durch Signale aus der Charttechnik untermauert. Sowohl die großen Marktplayer als auch der marktbreite Index durchlaufen derzeit eine ausgeprägte Bodenbildungsphase.

Grundsätzlich gilt: die Aktien der Minengesellschaften waren immer äusserst schwankungsanfällig - das wird auch in Zukunft so sein. Einzeltitel gehören daher in erfahrene und ruhige Hände mit entsprechendem Risikobewusstsein. Alternativ bieten sich - der breiteren Streuung wegen - aktiv bewirtschaftete Investmentfonds oder indexbasierte Produkte an. Auch diese Fonds unterliegen erheblichen Wertschwankungen, sie passen insofern nur als spekulative Beimischung in ein breit diversifiziertes Depot.

Erfahrene Investoren kaufen gestaffelt. Denkbar wäre 20 Prozent der geplanten Position heute, 30 Prozent und restliche 50 Prozent mit einem Staffellimit nach unten versehen. Der Zeithorizont sollte mit fünf Jahren oder länger grundsätzlich langfristig ausgerichtet sein.



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