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01.04.2014 - 20:18

Generation Cash Burn:

Der Mehrzahl der jungen Generation droht eine Altersarmut

von Birgit Willberger, Vermögensverwalterin und Geschäftsführerin der ANODOS Asset Management GmbH in Nürnberg

Die heutige junge Generation lebt mit und im Internet. Social Media ist dabei das Zauberwort schlechthin. Es lässt sich alles im Netz finden und mit anderen besprechen. Und so hat sich auch das Verhalten gewandelt, wenn es um Informationen über Versicherungen, Geldanlagen und die Altersvorsorge geht. Es spart Zeit, man bekommt schnell die Meinung Gleichgesinnter und man hat es vor allem selbst in der Hand, wann man von wem Angebote zu den gewünschten Themen haben möchte.

Aber führt das auch dazu, dass nun mehr und früher etwas gegen die drohende Altersversorgungslücke getan wird? Weit gefehlt! Tagtäglich sehen und hören wir in den Medien, dass insbesondere die kommenden Generationen noch größere Lücken im Rentenalter gegenüber dem letzten Einkommen haben werden und doch sorgen junge Leute deshalb kaum besser für sich selbst vor.

"Die junge Generation vernachlässigt die Altersvorsorge" ist das ernüchternde und beunruhigende Ergebnis einer Umfrage unter jungen Menschen zwischen 17 und 27 Jahren. Die Studie, die im Auftrag vom Versorgungswerk MetallRente durch TNS Infratest bereits 2010 und nun wieder in 2013 durchgeführt wurde, kam zu erschreckenden Ergebnissen. Obwohl die Studie aufzeigte, dass die heutige Jugend die Lage hinsichtlich der drohenden Versorgungslücken im Alter sehr realistisch einschätzt, ist die Bereitschaft, bereits in jungen Jahren etwas dagegen zu tun, sehr gering. Zudem deckt die Studie auch hohe Wissenslücken auf, wenn es darum geht, Begriffe wie betriebliche Altersversorgung oder Riesterverträge richtig zu erklären.

Weitere, aktuelle Umfragen zeigen zudem, dass den wenigsten die Höhe der zu erwartenden Nettorente sowie die zukünftige Besteuerung der Altersrente bekannt ist und sie daher keine Vorstellungen davon haben, wie groß die Lücke im Alter wirklich sein wird. So soll gemäß Berechnungen des Arbeitsministeriums das Renteniveau in 2030 von derzeit 51 Prozent auf 43 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns vor Steuern sinken. Der Mehrzahl der jungen Generation droht eine Altersarmut. Da scheint auch die schier umwerfende Flut von Informationen und Möglichkeiten im Internet dagegen was zu unternehmen, kaum weiter zu helfen.

Diese Erkenntnisse decken sich auf mit den Erfahrungen Vieler. Denn wer glaubt, insbesondere seine Altersversorgung selbständig im Internet regeln zu können, stößt ganz schnell an seine Grenzen. Die Vielfalt der Vorsorgemöglichkeiten, die entsprechenden Unterschiede und die fast kaum vergleichbaren Angebote, die man im Internet finden kann, sind so unübersichtlich, dass eine richtige Entscheidung für Laien oft sehr schwierig ist. So verlockend es auch erscheint, im Internet mit nur wenigen Klicks und geringem Zeitaufwand die eigene Altersvorsorge zu regeln, so gefährlich ist das auch. Die Folge sind unzureichende Absicherungen, unpassende Verträge u.v.m. Die junge Generation läuft Gefahr, noch weniger oder unzureichend die Lücken in der kommenden Altersversorgung zu schließen. Welche Probleme und finanzielle Verluste falsche oder gar keine Entscheidungen mit sich bringen können, stellen dann viele leider meist erst nach Jahren fest.

Natürlich ist es sinnvoll und sogar empfehlenswert, sich im Internet zu informieren und zu versuchen, sich einen Überblick über die Vorsorgemöglichkeiten zu verschaffen. Doch dann sollte man auf eine kompetente Fachberatung nicht verzichten. Diese kann helfen, gravierende und kostenintensive Fehler zu vermeiden. Denn eine passende Altersvorsorge sieht für jeden anders aus und muss auf einer persönlichen Vorsorgestrategie basieren. Nur dies stellt sicher, dass auch wirklich alle möglichen Komponenten, von die vielseitigen Möglichkeiten der betrieblichen Altersversorgung, über Aktien- und Fondssparpläne bis hin zu Riester- und Rürupverträgen und der eigenen Immobilie, in einer passenden Kombination zusammengeführt werden. Wer sich hier ausschließlich auf das Internet verlässt, kann in keinster Weise sicher sein, später auf eine auszureichende, ergänzende Altersversorgung zurückgreifen zu können. Vielen droht dann ein böses Erwachen.



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