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01.12.2014 - 09:29

Marktausblick – weiter heiter bis freundlich, mit zeitweiser Gewitterneigung...

von Stephan Witt, FiNUM.Private Finance AG in Berlin

Aktienmärkte:

In den letzten Jahren gab es bei den Aktienmärkten nur eine Richtung: nach oben. Sei es beim DAX oder Dow Jones, beide erreichten in den letzten Monaten neue Allzeithochstände. Dennoch ist derzeit nicht von einem massiven Rückschlag auszugehen. Technisch und fundamental sprechen viele Faktoren für eine Seitwärtsbewegung oder aber einen weiteren leichten Anstieg der Aktienmärkte. Sicherlich muss man aktuell sehr differenziert vorgehen.Für europäische Aktien ist derzeit eher von einer neutralen Bewertung auszugehen. Das aktuelle Wirtschaftswachstum scheint prognostiziert nicht nennenswert anzuziehen. Weiterhin wird der wohl noch bis ins Jahr 2015 herrschende Konflikt in der Ukraine den europäischen Börsen etwas an Sicherheit nehmen.

Neben diesen negativen Argumenten spricht lokal aber auch einiges für eine neutrale bis positive Entwicklung der europäischen Märkte. Die aktuelle Euroschwäche wird, wenn sich dieser Trend fortsetzt, zu einer weiter starken Nachfrage nach Exportgütern führen was gerade für Deutschland einen Vorteil darstellen kann. Weiterhin gibt die expansive Geldpolitik der EZB positiven Rückenwind. Aktuell bietet weiterhin der Energiesektor interessante Dividendenrenditen.In den USA hingegen sprechen viele Signale für einen weiterhin positiv laufenden Aktienmarkt. Die jüngsten konjunkturellen Zahlen sind sehr solide und versprechen ein moderates langfristiges Wachstum, wenn auch mit Unterstützung der FED.

Rentenmärkte:

Der Rentenmarkt bleibt nach der Rekordhausse schwierig einzuschätzen. Hier werden die Notenbanken weiter durch massive Eingriffe die Preise und damit die Renditen beeinflussen. Der Markt wird wohl auf absehbare Zeit auf niedrigstem Niveau verharren. In diesem Umfeld ist für die Assetklasse nominaler Kapitalerhalt eine große Herausforderung. Lediglich High Yield Anleihen könnten im kommenden Jahr eine Alternative darstellen, wenngleich diese bekanntermaßen in Stressphasen zur Volatilität von Aktien tendieren, was aufgrund der überproportionalen Wertentwicklung der letzten fünf Jahre nicht in Vergessenheit geraten sollte! Der Markt gerade um US High Yield Anleihen bietet perspektivisch gute Risiko-Rendite-Aussichten für die nächsten Monate. Ferner stelle Anleihen aus den Emerging Markets ebenso eine Alternative dar. Die Bewertungen sind im Vergleich zu den Industriestaaten nicht teuer. Die jüngsten Konjunkturindikatoren waren durchwachsen, und die Umfrageergebnisse deuten auf solide Wachstumsaussichten in den kommenden Monaten hin. Gleichzeitig sprechen Verschuldung und Demographie für diese Regionen, die allerdings als Beimischung zu verstehen sind.

Öl- und Goldmärkte:

Die Öl- und Goldmärkte litten zuletzt unter dem wiedererstarkten US-Dollar. Beim Gold spielten auch die schwächeren Nachfragewerte der wichtigen Abnehmerländer Indien und China eine große Rolle, zudem entschärften sich mehrere Krisen in letzter Zeit, was Gold zusätzlich uninteressant macht. Die immer besser werdenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden dafür sorgen, dass Gold als Safe Haven in 2015 weiter an Bedeutung verliert. Der Preis für Gold sollte konstant bis leicht fallend sein.

Glaubt man aktuellen Informationen bestehen Pläne, die aktuellen Fördermengen für Öl zu kürzen, um den Markt so wieder in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Sollte dies der Fall sein, kann der Ölpreis in 2015 einen leichten Anstieg verzeichnen und bei 100 US-Dollar je Barrel durchbrechen. Dem Öl schadeten allerdings die immer besseren Fracking-Methoden in den USA, welche die Nachfrage der USA am Ölmarkt reduzierten. Der Ölmarkt wird volatil bleiben.

Immobilien:

Die Preise werden wohl moderat weiter steigen und teilweise neue Höchststände erreichen. Wobei dieser Trend vorrangig in Metropolregionen stattfinden wird. Eine Verlangsamung ist allerdings hier auch anzunehmen. Lokal in Deutschland kann die derzeit leicht bremsende Konjunktur zu Unsicherheiten bei Investitionen führen.

Was Sie bei der Anlage in 2015 wissen müssen:Weiterhin sind die Zinsen für Sichteinlagen im Keller. Aus Angst vor einer Deflation im Euro-Raum wird sich daran auch 2015 nichts grundlegend ändern. Als sicher bekannte Anlageformen wie Tagesgeld, Sparbuch oder Bundesanleihen werden dadurch auch im nächsten Jahr für den Sparer uninteressant. Diese deflationäre Geldpolitik ist bisher nicht zu 100 Prozent in den Kursen eingepreist. Dadurch könnte die Volatilität kurzfristig zunehmen, woraus sich immer wieder Chancen ergeben werden. Es wird auch im kommenden Jahr nichts ohne Aktien gehen. Opportunitäten sollten genutzt werden. In 2015 sollte man weiterhin einen Blick auf die Zinspolitik haben und sich frühzeitig mit der aktuellen Depotzusammenstellung befassen. um hier Risiken abzubauen und Chancen entsprechend zu nutzen. Dividenden sind die neuen Zinsen - dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren manifestieren.

Eine gute Investitionsmöglichkeit bieten in 2015 weiterhin dividendenstarke Aktien bzw. Fonds, die dividendenstarken Aktien enthalten. Gerade im US Unternehmen halten derzeit historisch hohe Barreserven. In Folge der niedrigen Zinsen und des daraus resultierenden "Anlagenotstandes" werden Aktienrückkäufe zunehmen und auch höhere Dividenden für Anleger ausgeschüttet werden. Anleger werden im Jahr 2015 nicht an Aktien vorbeikommen, wobei Qualitätsunternehmen mit einer nachhaltigen Ausschüttungspolitik klar bevorzugt sind.

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