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30.04.2015 - 09:52

Aktienfonds sind das Fundament

von Gottfried Urban, Vorstand der Bayerische Vermögen AG, Traunstein

Endlich. Nach sechs Jahren Börsenhausse zeichnet sich bei den Sparern ein Umdenken ab. Erstmals wieder seit Jahren schätzen Anleger Investmentfonds attraktiver ein als Tagesgeld. Es ist noch nicht zu spät umzuschichten. Denn für eine fundamentale Wende gibt es keine Anzeichen.

Mittlerweile hat jeder zweite Deutsche starke Zweifel daran, ob sich seine Geldanlagen überhaupt noch rechnen. So das Ergebnis des aktuellen Anlegerbarometers einer großen deutschen Kapitalanlagegesellschaft. Sie hat dazu die Finanzentscheider in privaten Haushalten befragt, die mindestens eine Geldanlage besitzen. Annähernd jeder fünfte Sparer hat demnach sein komplettes Geldvermögen täglich verfügbar angelegt. Doch nur acht Prozent glauben, dass dies auch erforderlich sei. Denn die meisten verfolgen langfristige Ziele, wie die Altersversorgung oder den Kauf einer Immobilie.

Fonds endlich beliebter als Tagesgeld

Nun gibt es erste Anzeichen, dass bei Sparern ein Umdenken einsetzt - weg vom Tagesgeld und hin zu Fonds. Doch die Absatzstatistiken zeigen, dass schwankungsarme Mischfonds mit hoher Rentenquote und reine Rentenfonds bevorzugt werden. Dabei werden Rentenfonds aufgrund der niedrigen Zinsen schon bald keine positiven Erträge mehr erwirtschaften. können. Anleger sollten wissen, dass die Erträge von der Aktienseite kommen müssen. Wer das jetzt nicht berücksichtigt, der wird in den kommenden zehn Jahren über seine Geldanlagen bei Banken, Versicherungen und Rentenfonds mithelfen, indirekt die Staatsschulden zinslos zu verlängern.

Fünf Indikatoren sprechen gegen Übertreibung

Also Aktien. Doch wie lange kann die Rekordjagd in Dax und EuroStoxx noch weitergehen? Ganz einfach: Noch Jahre! Eine fundamentale Wende kann man ganz gut an folgenden fünf Indikatoren erkennen:

1. Aktienkäufe auf Pump: Von kreditfinanzierten Anlagen sind wir in Europa aber noch weit entfernt.

2. Finanzinnovationen: Stellen die Banken Hebelprodukte oder den "neuesten Aktienfonds mit der besten Anlagestrategie" in ihre Schaufenster, ist der Markt heißgelaufen. Doch zurzeit wird mit risikoarmen Produkten wie Mischfonds geworben.

3. Übernahmewelle: Die Unternehmen beginnen jetzt gerade erst, andere Firmen zu kaufen. Von Euphorie ist hier noch keine Spur.

4. IPO-Schwemme: Auch Börsengänge sind noch eher selten. Die Firmen geben lieber Anleihen aus und kaufen eigene Aktien zurück.

5. Steigende Zinsen: Die Zinswende ist noch nicht in Sicht. Gerade erst hat die EZB ihr Anleihenkaufprogramm begonnen.

Fundamental spricht alles für eine Fortsetzung der Hausse. Kursrücksetzer bis zu zehn Prozent kann es an der Börse immer mal geben. Trotzdem dürfen Aktienfonds und Mischfonds mit höherem Aktienanteil beim langfristigen Vermögensaufbau nicht fehlen. Ein erster Einstieg ist der Fondssparplan. Der Investmentfonds muss sich in den nächsten Jahren wieder als feste Basisanlage etablieren.

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