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29.09.2014 - 09:43

Fondssparpläne: Cost Averaging mit Tücken

von Dr. Marc-Oliver Lux von Dr. Lux & Präuner GmbH & Co. KG in München

Zweifellos hat der Cost-Average-Effekt bei Fondssparplänen seinen Charme. Denn obwohl es paradox erscheint, kann ein Anleger kaum günstiger Anteile an risikoreichen Fonds erwerben als bei schwankenden Kursen. Gleichbleibende Einzahlungsbeträge vorausgesetzt, erwirbt ein Anleger bei niedrigen Anteilspreisen relativ mehr und bei hohen Preisen entsprechend weniger Fondanteile. Anders herum ausgedrückt: Wenn die Anteile teuer sind, wird weniger eingekauft und wenn sie billig sind, mehr. Dieser Kerneffekt ist wissenschaftlich nachgewiesen.

In der Praxis wird davon ausgehend vielfach auf eine generelle Überlegenheit des Sparplans gegenüber Einmalanlagen geschlossen. Mit Sparplänen könne man nichts falsch machen, und je schwankungsanfälliger, ergo risikoreicher, der Fonds, desto besser, wird Anlegern häufig suggeriert. Allerdings wirkt sich der Cost-Average-Effekt je nach Marktentwicklung und Ansparzeitraum recht unterschiedlich aus. Fallen die Kurse zunächst, um später wieder anzusteigen, ist dies gegenüber einer linearen Aufwärtsbewegung für Sparpläne relativ besser. Steigen die Kurse hingegen zunächst, um später wieder zu fallen, ist dies für Sparpläne vergleichsweise schlechter. Gleichwohl gilt, dass die Volatilität von Sparplananlagen geringer ist als die von Einmalanlagen.

Der Vorteil des Cost Averaging ist daher etwas differenzierter zu betrachten. Generell lässt sich nicht sagen, dass Sparpläne stets überlegene Anlageformen sind. Das Verhältnis von Risiko und Rendite richtet sich eben auch nach Marktentwicklungen, wenn auch bei weitem nicht in so starkem Maße wie bei Einmalanlagen. Studien deuten darauf hin, dass das risikoangepasste Renditemaß bei Sparplänen ein etwas besseres Verhältnis aufweist als bei einmaligen Anlagen.

Wer nach dem Cost-Average-Prinzip spart und seine Investition zeitlich streckt, verzichtet auf einen Teil der Ertragschancen. Er wird aber mit einer Risikominderung belohnt, die relativ etwas mehr ausmacht als dieser Verzicht.Zu beachten ist jedoch, dass das angesparte Kapital umso mehr den Charakter einer Einmalanlage annimmt, je länger der Ansparzeitraum ist. Dementsprechend tritt dann auch das Risiko der Anlage selbst immer stärker in den Vordergrund. Sind erst einmal über einen längeren Zeitraum 50.000 Euro angespart, mindern die weiteren 100 Euro pro Monat die Volatilität der Anlage kaum noch. Um das Schwankungsrisiko der Position zu reduzieren, muss in andere Anlagen umgeschichtet werden.

Unsere Einschätzung:

Wer noch am Anfang seines Vermögensaufbaus steht, kann über Sparpläne auf einfache Weise eine Basis für ein Wertpapierdepot schaffen, das später verbreitert und vertieft werden kann. Größere Sparplanpositionen müssen jedoch genauso regelmäßig überprüft und gepflegt werden wie einmalige Anlagen.

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