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29.05.2015 - 09:31

15 Jahre Exchange Traded Funds: Interessante Alternative für Privatanleger

von Stephan Witt, Kapitalmarktstratege der FiNUM.Private Finance AG, Berlin

Ungefähr seit der Jahrtausendwende gibt es auch in Deutschland börsengehandelte Fonds (deutsch für Exchange Traded-Fonds) zu kaufen. In den USA ist diese Möglichkeit der Geldanlage schon älter und sehr beliebt. War die Auswahl anfangs noch sehr spärlich gesät, gibt es mittlerweile eine unzählige Menge an ETFs, die für fast jede Anlagestrategie eine Lösung bieten. Unterscheiden müssen sich Anleger zwischen aktiv und passiv gemanagten Fonds.

Die deutliche Mehrheit bilden dabei die passiven Fonds, wobei diese den Basisindex abbilden. Durch eine direkte Anlage der im Index befindlichen Wertpapiere weicht der ETF nur minimal vom Basisindex ab. Im Gegensatz dazu ist das Ziel aktiv gemanagter Fonds den Index zu schlagen, sprich ein besseres Ergebnis zu erzielen, indem der Fondsmanager durch eigene Kaufentscheidungen mehr Erfolg erwirtschaftet. Für den normalen Anleger ist es sehr schwierig bzw. kostenaufwändig einen kompletten Index abzubilden, aber durch einen ETF bietet sich eine deutlich günstigere und flexiblere Möglichkeit.

ETFs sind für den privaten Anleger eine durchaus interessante Anlagemöglichkeit, da diese verschiedene Vorteile bieten. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Fonds, die meist durch einen Berater gekauft werden müssen, entfällt bei einem börsengehandelten Fonds der Ausgabeaufschlag. Dies kann unter Umständen ein sehr großer Posten sein, liegt der gewöhnliche Ausgabeaufschlag doch meist so bei etwa vier Prozent.

Bei einem ETF fallen meist nur üblichen Börsengebühren beim Kauf bzw. Verkauf (vergleichbar mit einem Aktienkauf oder -verkauf) an und liegen deutlich darunter. Auch die Verwaltungskosten sind in der Regel viel niedriger. Vorteile ergeben sich auch für den, der etwas mehr mit den Fonds spekulieren möchte. Da ETFs an der Börse handelbar sind, aktualisiert sich ihr fast fortlaufend, statt nur einmal am Tag wie bei anderen Fonds. Dadurch kann der Anleger sehr schnell reagieren und mehrmals am Tag ein- und aussteigen; und das zum vorher bekannten Kurs. Ähnlich wie bei herkömmlichen Fonds ist es auch hier möglich mit regelmäßigen Sparbeiträgen sein Vermögen anlegen und gegebenenfalls vom Cost-Average-Effekt profitieren.

Dennoch bieten vor allem die passiv gemanagten Fonds eine verhältnismäßig geringe Chance auf eine überdurchschnittliche Rendite, da sich diese oftmals sehr eng am zugrundeliegenden Index orientieren. Wer also auf eine hohe Rendite Wert legt, sollte sich besser nach anderen Assets umsehen. Ebenso hat ein ETF natürlich auch jedes Risiko, das der Index hat. So besteht auch bei diesen Fonds immer ein Kursrisiko aufgrund der Kursentwicklung. Wer zusätzlich noch im Ausland investiert hat, muss auch das Wechselkursrisiko beachten.

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Mitteilung übermittelt von der V-Bank, die Bank der Vermögensverwalter.
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