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EUR/USD SPOT

30.11.2012 - 13:42

MARKT-AUSBLICK/DAX nimmt Jahreshoch ins Visier

Von Thomas Leppert

Nur wenige Punkte trennen das Börsenbarometer DAX von seinem bisherigen Jahreshoch bei 7.479 Punkten. Die Chance steht gut, dass diese Marke in der kommenden Woche herausgenommen wird. Damit dürfte der Grundstein für die Jahresendrally gelegt werden. Den Startschuss könnten zum Wochenstart bereits die Einkaufsmanager-Indizes aus China, Europa oder den USA liefern. Sollten diese das Wachstumstempo bestätigen und negative Überraschungen aus dem verarbeitenden Gewerbe ausbleiben, dürfte dies an den Aktienmärkten mit Kursgewinnen honoriert werden.

Aber auch alle Nachrichten aus den USA rund um das Thema "Fiscal Cliff" sind gut für kräftige Kursbewegungen an den Börsen. Immer optimistischer blicken die Investoren auf die Budgetverhandlungen in den USA. Die Umschiffung der fiskalischen Klippe wird nach den jüngsten Aussagen aus den Reihen beider politischen Lager immer stärker an der Börse eingepreist. Da sich eine Einigung bis kurz vor Jahreswechsel hinziehen kann, hat sich Rückschlagspotenzial aufgebaut.

Es scheint den Politikern in Washington bewusst zu sein, was auf dem Spiel steht, sollte das Land über die Klippe stürzen. Volkswirte prophezeien der größten Volkswirtschaft der Welt in diesem Fall für 2013 ein Wachstum nahe Null. Damit könnten weder neue Arbeitsplätze geschaffen werden noch könnte sich davon das kleine Pflänzchen der Erholung bei den Immobilienpreisen nähren. Sollten die USA die drohende Haushaltskrise kurzfristig lösen, könnte das nicht nur die Wall Street, sondern auch den deutschen Aktienmarkt beflügeln.

Am Donnerstag treffen sich dann die Notenbanker aus Europa nochmals in Frankfurt. Beobachter gehen davon aus, dass EZB-Präsident Mario Draghi die Wachstumsprojektion nach unten korrigiert. Die Commerzbank zählt zu den Banken, die mit einer Bestätigung der Leitzinsen bei 0,75 Prozent rechnen. Ihre Argumentation lautet, dass eine Zinssenkung das aus EZB-Sicht drängendste Problem nicht lindern würde - nämlich die Fragmentierung an den Finanzmärkten. Es gibt allerdings einige wenige Stimmen, die von einer Senkung um 25 Basispunkte ausgehen.

Am Freitag folgen die wie immer mit viel Spannung erwarteten Arbeitsmarktdaten aus den USA. Nachdem der Wirbelsturm Sandy die vergangenen Wochen bereits die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe kräftig durcheinander gewirbelt hatte, dürfte er auch Einfluss auf den Jobaufbau im November genommen haben. Volkswirte rechnen damit, dass im abgelaufenen Monat in der größten Volkswirtschaft der Welt etwa 100.000 Jobs geschaffen wurden. Die Zahl beinhaltet auf Grund des Hurrikans allerdings Überraschungspotenzial.

2012 war ein gutes Jahr für die Investoren in Deutschland. Der DAX hat seit Jahresbeginn bereits 25 Prozent Kursgewinn geliefert. Wie jedes Jahr machen sich die Auguren in der Vorweihnachtszeit Gedanken, was der Kapitalmarkt im kommenden Jahr den Anlegern beschert. Für die Inhaber von Bundesanleihen wird das Aufwärtspotenzial als begrenzt eingestuft. Denn bei Renditen von 1,4 Prozent im Zehnjahresbereich wird die Luft dünn. So verwundern auch nicht die Aussagen von institutionellen Investoren, dass sie bei den Bundesanleihen nicht mehr so beherzt zugreifen. Denn wer sich heute einen Kupon von 1,5 Prozent ins Depot legt, für den sind bei steigenden Renditen in den nächsten Jahren Kursverluste vorprogrammiert.

Die Zeit der Überrenditen dürfte sich auch bei den Anleihen aus der Euro-Peripherie dem Ende neigen. Denn eine Chance wie 2012 gibt es nur für denjenigen, der gleichzeitig bereit ist, auch ein hohes Risiko einzugehen. Wer Anfang des Jahres in italienische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren investiert hat, kann bisher eine Rendite von knapp 20 Prozent einstreichen. Inzwischen werfen die Anleihen nur noch 4,5 Prozent ab. Risikobereitschaft wurde besonders in Portugal belohnt, wo Anleihengläubiger im langen Laufzeitenbereich knapp 50 Prozent am Plus erzielen konnten.

Kontakt zum Autor: thomas.leppert@dowjones.com

DJG/thl/raz

END) Dow Jones Newswires

November 30, 2012 07:42 ET (12:42 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

Zeit Kurs Vortag 1 Jahr
TecDAX 22:55 955,25 -0,39 +30,22%
DAX 23:14 8.113,50 -1,41 +31,71%
FRANKFURTER ALLG.ZEITUNG... 17:59 1.716,34 -0,30 +26,91%
EUR/JPY 23:37 128,1365 +0,29 +28,43%
EUR/CHF 23:37 1,2338 +0,11 +2,61%
US/DEUR 22:37 0,7533 +0,92 -6,13%
EUR/GBP 23:37 0,8584 +0,23 +6,68%
USD/JPY 23:37 96,3700 +1,04 +20,58%
JP/YSEK 23:37 6,6931 -0,86 -20,10%

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