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20.07.2016 - 08:29

Brexit: Folgen für offene Immobilienfonds?

Offene Immobilienfonds erfreuen sich in Deutschland steigender Beliebtheit.
Allein im Mai flossen ihnen 1 Milliarde Euro zu, das ist der höchste monatliche
Zufluss seit Januar 2010. Der Grund liegt auf der Hand: Immobilienfonds liefern
in Zeiten niedriger Zinsen solide Erträge. Doch welche Auswirkungen könnte
das Austrittsvotum der Briten für die Fondsanleger hierzulande haben?
Die drei wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick: Mit dem Brexit dürfte insbesondere der Immobilienmarkt im Großraum
London unter Druck kommen. Wie sehr könnten die offenen
Immobilienfonds in Deutschland davon betroffen sein?
Rund 8 Milliarden Euro der offenen Immobilienfonds sind per Ende März 2016
in Großbritannien investiert. Das entspricht rund 11 Prozent des
Immobilienvermögens aller dieser Fonds. Bei den Immobilien-Spezialfonds ist
das geringer. Lediglich 2,3 Milliarden Euro mit einem Anteil am Fondsvermögen
von 4 Prozent entfallen auf britische Immobilien. Einige britische Immobilienfonds mussten geschlossen werden. Drohen
vergleichbare Entwicklungen bei deutschen OIFs?
Nein - und zwar aus mehreren Gründen. Zum einen werden die Immobilien in
den britischen Fonds mit schwankungsanfälligen Marktwerten bewertet,
während die Immobilien in den deutschen OIFs mit der konservativen
Ertragswertmethode bewertet werden. Zum anderen sind die Fonds auf der
Insel hauptsächlich in britischen Gewerbeimmobilien investiert, so dass
entsprechend ein Großteil des Fondsvermögens betroffen ist von den
Abwertungen. Der Anteil britischer Immobilien in den heimischen Fonds ist
dagegen vergleichsweise gering (siehe Antwort 1). Zudem schützen die Mindesthalte- und Kündigungsfristen die deutschen OIFs
vor plötzlichen Rückgaben der Fondsanleger. Diese wurden mit dem
Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz im Januar 2013 eingeführt.
Außerdem könnten viele OIFs aufgrund der derzeit hohen Kassaquoten in ihren
Fonds eine Zeit lang auch größere Fondsrückgaben bewältigen. Wie sehen die Halte- und Kündigungsfristen hierzulande genau aus?
Wer seine Immobilienquote reduzieren und offene Immobilienfonds
zurückgeben möchte, muss Mindesthalte- und Kündigungsfristen beachten.
Diese sind vom Kaufdatum der Anteile abhängig: Anteile, die vor dem 21. Juli 2013 ins Depot gebucht wurden:
Bis zu 30.000 Euro dieser Anteile können Anleger pro Kalender-Halbjahr an die
Fondsgesellschaft zurückgeben. Darüber hinaus gehende Beträge müssen
Anleger bei der Fondsgesellschaft zwölf Monate vor dem Verkauf unwiderruflich
kündigen. Anteile, die nach dem 21. Juli 2013 ins Depot gebucht wurden:
Anleger müssen die Anteile mindestens 24 Monate im Depot halten. Vor der
Rückgabe müssen sie jeden Betrag bei der Fondsgesellschaft zwölf Monate vor
dem Verkauf unwiderruflich kündigen. Der Freibetrag von 30.000 Euro pro
Kalender-Halbjahr ist für diese Anteile entfallen. Die Kündigung kann bereits
während der Mindesthaltefrist ausgesprochen werden. Somit können Anleger
spätestens nach zwei Jahren ihre Anteile an die Fondsgesellschaft
zurückgeben. Wissenswertes rund ums Geldanlegen bietet der BVI unter
www.bvi.de/finanzwissen. Diese Meldung ist Teil der Serie "Finanzwissen für alle". Get green, leave it on the screen!
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